Donnerstag, 1. März 2012

Burnout-Philosophie


Gesunde Teile nur im gesunden Ganzen


Philosophie ist eine für weil sehr unterschätze Disziplin. Doch gerade die Philosophie ist es, die uns neben einem religiösen Lebensrahmen, so wie diesen überhaupt für uns noch erwählen, auch einen geistigen Lebensrahmen bietet. Es ist nicht überraschend, dass in Zeiten zunehmender psychischer Belastung auch die Gedanken vieler Philosophen wieder hervortreten, dass Menschen gar durch Studium der Philosophie oder einzelner Gelehrter sich erfolgreich wieder ein eigenes Organisationsmuster für Ihre Gedanken und die Wahrnehmung der Welt um sie herum erschaffen.
Leider sind viele wichtige und gehaltvolle Aussagen in der Vergangenheit fast zu Tode geritten worden, zumeist weil nicht verstanden wurde, dass sie gar keine einzige Bedeutung haben. „Der Weg ist das Ziel“, ist eine der wohl am häufigsten verwendeten philosophischen Feststellungen, ohne dass sich wirklich drei Menschen spontan auf eine gemeinsame Interpretation einigen könnten.
Wenn ich jetzt mit Platons‘ Aussage, einem Teil könne es niemals gut gehen, wenn es nicht auch dem Ganzen gut gehe, antrete, so sind Missverständnisse vorprogrammiert. Denn: Ist nun erst das Ganze so zum Wohlergehen zu führen, dass es danach jedem Teil darin gut gehen kann, oder muss es erst jedem einzelnen Teil gut gehen, damit es dann automatisch dem Ganzen wohlergeht? Und was ist mit der Feststellung, dass das Ganze mehr ist, als die Summe seiner Teile? Sind dann Teile denen es gut geht nur ein Teil des Wohlergehens des Ganzen? Wenn es einem Teil nicht gut geht, ist dann das Ganze schlecht? Wieviele „ungute“ Teile verträgt das Ganze, bevor es ihm nicht mehr gut geht?
Die letzte Frage ist ein guter Ansatzpunkt. Denn sie passt zu heutigen Führungsstilen. Es kann nicht jeder glücklich sein ist immer eine beruhigende Aussage für eine Führungskraft selber und mit dem Hinweis, dass das Leben kein Wunschkonzert sei, ist noch bisher fast jeder Mensch ruhig zu stellen gewesen, der mit Wünschen und Vorschlägen an den Chef heran trat. Aber genau da ist schon längst das Unbehagen über die Situation eingetreten. Der Führungskraft sagt ein inneres Gefühl (so sie denn noch nicht völlig emotional abgestumpft ist), das da eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter ist, der oder dem es nicht gut geht, dass da vielleicht etwas ist, was das Ganze (Unternehmen) besser machen könnte, weil es an einer Stelle etwas Ungutes gibt. Nur: Bei 80 Prozent Verwaltungs- und Organisationsarbeit, die Führungskräfte zu leisten haben, bleibt wenig Zeit für die Hinwendung zu dem anderen Menschen, meistens keine Zeit, es sei denn es steht gerade das jährliche Bewertungsgespräch an.
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