Mittwoch, 11. April 2012

Glück vs. Burnoutsyndrom

Herr Rossi sucht das Glück

Aber um das zu widerlegen, haben wir Signore Rossi in den 1960er Jahren von seinem Erfinder und Zeichner geschenkt bekommen. Denn der führt eigentlich ein sehr glückliches Leben, wären da nicht jene Menschen, die noch mehr Glück haben als er. Das diese allerdings keinen so guten Freund haben, wie er ihn in Gastone findet, müssen wir des Vergleichs wegen ausblenden. Ebenso sein immer gut sitzender Anzug und sein immer sympathischer Auftritt sind Dinge, die sich so mancher, in Bewerbungsgesprächen oder bei Vorträgen unsichere Mensch, wünscht, die wir aber im Vergleich ebenso ausblenden müssen. Denn es geht ja nicht, um das was die Anderen nicht oder weniger haben, sondern um dass, was sie mehr haben. Das passt zu unserem Erziehungs- und Bildungssystemen weltweit: Es wird nicht darauf geachtet, was ein Mensch hat oder kann, sondern auf das was er weniger hat und kann. Interessanterweise fällt an dieser Stelle den meisten Menschen die Schulmathematik ein.
Nun verlangen aber Wissenschaftlichkeit und der wissenschaftliche Nachweis, dass Versuchsergebnisse anhand klar gegebener Rahmenbedingungen an jedem Ort und zu jeder Zeit durch Wiederholen des Versuchs erneut erzielt werden können, ggf. mit vorher zu beschreibenden Abweichungen bedingt einzig durch den Versuchsaufbau. Dieses Kriterium verdanken wir dem Wissenschaftler Karl Popper.
Doch Glücksforscher scheinen Glück zu haben. Glück scheint nicht in Versuchsmodellen dauerhaft herstellbar. Es scheint sich Poppers‘ Kriterien zu entziehen. Das böse Glück fluktuiert. Gewiss lässt sich durch das Verteilen von Banknoten mit 500 Euro Nennwert in einer Fußgängerzone ein gewisses Glücksgefühl erzeugen, aber spätestens wenn dann zu Hause darüber gestritten wird, ob damit Schulden beglichen oder neue Anschaffungen getätigt werden sollen, ist es mit dem Glück und sogar dem häuslichen Frieden vorbei.
Das ist so wie in der Politik, wo Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden verwendet werden können, oder aber um Mehrausgaben zu finanzieren oder Ausgabenkürzungen zurück zu nehmen. Ersteres ist im Sinne der Finanzpolitik, bringt aber keine Glücksgefühle unter das Volk, an welche bei der nächsten Wahl erinnert werden kann. Glück getreu dem römischen Herrschaftsmodell „Brot und Spiele“? Brot hält das Volk zusammen, aber nur die Spiele machen es glücklich? Wären nicht auch die Bundesbürger glücklich, hätten sie nicht über 20.000 Euro Staatsschulden je Bürger, sondern finanzielle Rücklagen, sichere Renten für die kommenden 2-3 Generationen und ein Haushaltspolster, wie die Norweger? Sind diese nicht zu beneiden für ihr Glück, Geld auf der Hohen Kante zu haben, wie die Deutschen auch eine Staatsreserve bis Ende der 1960er Jahre hatten?
Oh, die Zeit in der Herr Rossi das Licht der Welt erblickt ist just jene, in der wir unsere Reserven abschmolzen und anfingen ein Schuldenstaat zu werden? Reichte Wohlstand für alle nicht mehr aus? Doch, aber der musste sofort kommen. Das er, wie die in der Fußgängerzone verteilten Geldscheine, auch wieder weg sein würde, wenn man ihn nicht spart, das schien man bis zur ersten Nachkriegsinflation in Deutschland West zu vernachlässigen. Da gab es dann, wegen des Unglücks steigender Preise, Demonstrationen.
Was das nun alles mit Burnout oder dem Burnoutsyndrom zu tun hat?

Lesen Sie den gesamten Blogbeitrag "Glück vs. Burnoutsyndrom" auf meiner Website.

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